Samstag, 20. Oktober 2007

Sauerteig-Brot

Ich backe sehr gern Sauerteig-Brot. Dazu brauche ich nicht viel Zeit und auch keinen Brotbackautomaten. Ich benötige nur Ruhezeit fürs Brot und gute Zutaten. Sauerteig-Brot ist ohne Hefe (wie der Name schon sagt) und eher fest.
Gestern habe ich mal die Schritte aufgenommen und möchte sie mal zeigen, um einigen vielleicht Mut zu machen, es auch einmal zu probieren. Da ja Allergien auf dem Vormarsch sind ist es eine ideale Möglichkeit, reine Roggenbrote zu backen, um kein Weizenmehl verwenden zu müssen.
Ich habe einen Sauerteig-Ansatz hergestellt, den ich immer wieder weiterverwende.
Zuerst wird dieser Ansatz mit etwa 150g Roggenmehl und lauwarmen Wasser vermengt.

Dieser Ansatz wird über Nacht - oder etwa 10 Stunden - im waren Zimmer stehengelassen. Es bilden sich Bläschen - deutlich sichtbar.

Davon nimmt man ein Gläschen voll ab als Ansatz/Impfung für das nächste Brot (im Kühlschrank lagerbar bestimmt bis 14 Tage). Zu diesem Teig gibt man nun (in diesem Fall für ein kleines Kastenbrot) etwa 350 g Mehl (Dinkel, Vollkorn, Buchweizen, Schrot, Hafer...) und je nach belieben Gewürze (Kümmel, Fenchel, Bocksklee,...), evtl. Körner (Sonnenblumen, Sesam, Leinsamen..) und auf jeden Fall Salz (vergesse ich manchmal) und lauwarmes Wasser, so daß eine zähe Masse ensteht.

Diese Masse gebe ich in eine Kastenform, die mit Butterbrot-Papier ausgelegt ist, um wiederum Öl zu sparen (nicht am Öl, sondern eher an den Kalorien). Das lasse ich dann etwa 2-4 Stunden auf einem Brett auf dem Heizkörper stehen und das ganze geht wunderbar auf.

Nun wird der Herd ein wenig vorgeheizt, damit das Brot nicht gleich erschrickt. Ich backe bei 180° und Umluft (ansonsten 200° mit Ober-und Unterhitze). Dazu stelle ich 1 Tasse Wasser.

Nach etwa 1 Stunde (auch hier etwa) habe ich ein lecker duftendes Brot gebacken.

Kommentare:

hanni hat gesagt…

cool. so einfach? muss ich unbedingt auch mal probieren =)

Ostzicke hat gesagt…

ja, so einfach. Allerdings mußt Du vorher einen Ansatz herstellen, wenn Du möchtest, kann ich es Dir kurz erklären.
Gruß
die ostzicke

Soap Angel hat gesagt…

Hallo Ostzicke,
ich habe schon oft Sauerteig für Brot selber hergstellt. Meiner Meinug geht es am besten wenn man seine Hände zum anrühren des Sauerteiges benutzt. Wir haben nämlich die nötigen Milchsäurebakterien an den Händen. Ja wirklich die leben da. :)
Du wirst es nicht glauben als nächstes mache ich mein eigennes Sauerkraut. Soll ich eine Fotodoku versuchen?

Liebe Grüße
Angel

Ostzicke hat gesagt…

Ja bitte, ich habe da auch schon mal drüber nachgedacht (war aber immer zu faul).
Viele Grüße und berichte bitte von Deinem Erfolg.
die ostzicke

rita hat gesagt…

ich habe handelsübliche sauerteig, was ich mal schon probiert habe, vor jahren, aber diesmal werde ich wirklich probieren, mit ganz wenig, vielleicht funktiuoniert dann besser. danke für das appetitmachen.
und wie macht man ein ansatz? mit roggen?
danke für ein tipp.
lg: rita

Ostzicke hat gesagt…

Hallo Rita,
habe leider keine Mailadresse von Dir gefunden:
Die Sauerteigkultur wird so angesetzt:
etwa 100 g Roggenmehl mit lauwarmen Wasser versetzen, bis es eine breiartige Masse gibt (wie Eierkuchenteig), an einen warmen Ort stellen, nach etwa 12 Stunden ordentlich durchschlagen, nach 1 Tag wieder 100g Roggenmehl und Wasser - das gleiche Vorgehen noch einmal.Das etwa 4-5 Tage lang. Es müssen sich ordentlich Bläschen bilden. Das ist dann die Sauerteigkultur, von der man ein bißchen abnimmt und den größeren Teil bäckt.
Bestens beschrieben bei www.der-sauerteig.com
Viel Spaß
die ostzicke

hanni hat gesagt…

Oh, Sauerkraut machen macht Spaß! Ich hab das als Kind immer total gerne gemacht und war so stolz, als ich es mal ganz allein eingestampft hatte =)
lg*hanni